Hartmann: "Menschenverachtende Hetze, Hass und Gewalt gegen Asylsuchende, Helfer und die Polizei sind nicht zu akzeptieren"

Di, 1. September 2015

Christian Hartmann, innen-politischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, erklärt in der Sondersitzung des Sächsischen Landtags zur Fachregierungserklärung zum Thema „Gesamtaufgabe Asyl – gemeinsam für Unterbringung, Sicherheit und Integration“:  

„Die CDU-Fraktion bekennt sich klar zum Grundrecht auf Asyl und zur UN-Flüchtlingskonvention. Wir werden alles dafür tun, dass Menschen, die auf der Flucht vor politischer Verfolgung, Krieg und Terror sind und in unserem Land Schutz suchen, bei uns eine gute Aufnahme und Betreuung finden. Fremdenfeindlichkeit und menschenverachtende Äußerung dürfen keinen Platz in unserer Gesellschaft haben.  

Die Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut unserer Demokratie. Dort wo sie missbraucht wird, um die Würde derjenigen zu verletzen, die Schutz bei uns suchen, muss der Staat entschieden dagegen vorgehen. Mit Blick auf die Ereignisse in Heidenau muss allerdings deutlich gesagt werden, hier wurde eine Grenze überschritten, die keinesfalls toleriert werden kann. Gewalt – egal in welcher Form – kann niemals legitim sein. Sie ist kein Mittel der politischen Auseinandersetzung.  

Menschenverachtende Hetze, Hass und Gewalt gegen Asylsuchende, Helfer und die Polizei sind nicht zu akzeptieren. Ich möchte nochmals den Polizisten Danken, die in Heidenau für Recht und Ordnung gesorgt haben. Die hohe Anzahl verletzter Polizisten spricht dabei für die Brutalität mit der rechte und linke Schläger vorgegangen sind. Szenen wie diese dürfen sich auf keinen Fall wiederholen.   

In diesem Zusammenhang finde ich es befremdliche, wenn linke Politiker zu 'zivilen Ungehorsam gegen die Asylpolitik' in Sachsen aufrufen. In der jetzigen Situation das Feuer weiter zu schüren und sich gleichzeitig darüber zu beklagen, dass die Polizei Situationen wie in Heidenau nicht schnell genug unter Kontrolle bekommt, halte ich nicht nur für verantwortungslos, sondern auch für einen janusköpfigen Politikstil! Es waren rechte und linke Schläger, die die Situation in Heidenau zum Eskalieren gebracht haben. Beide Seiten stellen die staatliche Ordnung in Frage.  

Ich verurteile in diesem Zusammenhang die Geschehnisse am vergangenen Freitag in Heidenau, als ein linker Mob Sachsens Innenminister Markus Ulbig ausgerechnet beim Willkommensfest persönlich angegriffen und niedergebrüllt hat. Die CDU-Landtagsfraktion steht nicht nur geschlossen hinter Markus Ulbig, sondern unterstützt ihn weiterhin uneingeschränkt."

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