Hartmann: "Für einen Tag bin ich 'Aushilfslehrkraft' an der Natur und Umweltschule in Dresden (NUS)"

Mi, 26. August 2015

Christian Hartmann wechselt die Perspektive – für einen Tag als „Aushilfslehrkraft“ an der Natur und Umweltschule in Dresden (NUS)  

Für einen Unterrichtstag änderte Christian Hartmann seinen Blickpunkt und lernte das Leben einer Lehrkraft kennen – getreu dem Motto des inzwischen siebten  „Perspektivwechsels“ der Liga der Freien Wohlfahrtspflege. Die Aktion richtet sich vor allem an Politikerinnen und Politiker und Vertreterinnen und Vertreter der Gesundheits- und Sozialkassen, aus Wirtschaft und Medien und findet vom 24. bis 28. August statt.    

Pünktlich um 8.00 Uhr meldete er sich zur ersten Lernzeit auf dem Waldplatz an der Schule. Von dort ging es dann mit den Lerngruppen zu ihrem Lernplatz/Lernraum. Herr Hartmann war für die Füchse Gruppe (3.-4. Jahrgang) eingeteilt, auf deren Unterrichtsplan drei wichtige Fähigkeiten standen: Sprechen, Zuhören und Rhetorik – Dinge, die Politiker mehr oder weniger gut können… Die Lehrer haben Herrn Hartmann in die „Rhetorik-Schule“ eingebunden, wobei er mit den Kindern die Regeln des Sprechens erarbeiten sollte: Hüftbreiter Stand, ruhig stehen, laut und deutlich sprechen, langsam und deutlich sprechen, Blickkontakt zum Publikum halten, auf Mimik und Gestik achten und möglichst frei zu sprechen.   Nach dieser Lerneinheit musste dann Herr Hartmann Rede und Antwort stehen. In einem kurzen Vortrag berichtete er aus dem Leben eines Politikers und beantwortet alle Fragen der Schülerinnen und Schüler.  

In der 2. Lernzeit begleitete Herr Hartmann in der Wölfegruppe (1.-3. Jahrgang). So hatte er Gelegenheit, seine pädagogischen Fähigkeiten bei den Kleinsten zu testen. Denn er durfte mit den Erstklässlern kleine ruhige Spiele spielen und Geschichten vorlesen. Dabei fiel ihm auf, dass es bei den Kleinsten oftmals viel disziplinierter zugeht, als bei den Großen in der Politik. Da kann man nur hoffen, dass sie sich das bis in Erwachsenenalter bewahren.  

Herr Hartmann hatte auch ein Geschenk für die NUS im Gepäck. Ein Bild eines Dresdner Künstlers, das er als Dauerleihgabe, im Namen des Künstlers, der Schule überreichte. Dem Künstler war es wichtig, dass das Bild einem guten Zweck dient. Dies dürfte zweifellos gegeben sein, da es zukünftig bei der Kunsterziehung zum Einsatz kommen wird.