Hartmann: "Kampf gegen Crystal bleibt gesamtgesellschaftliche Aufgabe"

Mi, 25. März 2015

Sachsens Innenminister Markus Ulbig hat heute die Polizeiliche Kriminalstatistik für das Jahr 2014 vorgestellt. Demnach wurden im Freistaat im Vorjahr insgesamt 327.196 Straftaten registriert. Das sind 4,7 Prozent mehr als im Jahr 2013. Vor allem im Bereich der Diebstahlsdelikte und der Rauschgiftkriminalität ist eine Kriminalitätsentwicklung deutlich. So machen beide Bereiche mehr als die Hälfte des Anstiegs der Gesamtkriminalität im Freistaat aus. Auch im Bereich der Grenzkriminalität haben die Straftaten zugenommen. Gleichzeitig klärte die sächsische Polizei im Jahr 2014 in 179.236 Straftaten erfolgreich auf. Damit lag die Gesamtaufklärungsquote wie bereits 2013 bei 54,8 Prozent.  

Dazu erklärt Christian Hartmann, innenpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion: „Der Anstieg der Straftaten im Bereich der Drogenkriminalität und der Eigentumsdelikte, die nicht selten der Finanzierung des Drogenkonsums dienen, macht deutlich, dass wir im Freistaat weiter vor großen Herausforderungen stehen, insbesondere im Kampf gegen die Droge Crystal Meth. Der bereits im Vorjahr von der Sächsischen Staatsregierung verabschiedete Zehn-Punkte-Plan zur Prävention und Bekämpfung des Crystal-Konsums muss weiter konsequent verfolgt werden. Aus Sicht der CDU-Fraktion bedarf es hierbei einer weiteren personellen und sachlichen Verstärkung der kriminalpolizeilichen Arbeit. Neben Polizei und Justiz sind genauso Schulen, medizinische und soziale Einrichtungen, aber auch Eltern-häuser in der Pflicht.  

Im Bereich der Grenzkriminalität verspreche ich mir, dass die geschlossenen bilateralen Abkommen und die Intensivierung der Zusammenarbeit mit der polnischen und tschechischen Polizei weiter Früchte tragen. In Anbetracht, dass 18,3 Prozent der Tatverdächtigen keine deutsche Staatsbürgerschaft besa-ßen, sehe ich aber die Anrainerstaaten noch mehr in der Pflicht gegen Straftäter vorzugehen und der Justiz zuzuführen. Trotz des leichten Kriminalitätsanstieges sehe ich in der gleichbleibend hohen Aufklärungsquote der Polizei uns insgesamt auf einem guten Weg und bedanke mich für den Einsatz der Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten für ihren Einsatz und ihr Engagement.“