Chips aus Sachsen – Innovation für Europa

Im Dresdner Norden befindet sich die derzeit größte Baustelle Europas. Weithin sichtbar sind die zahlreichen Kräne, die in Wilschdorf das neue Werk von ESMC entstehen lassen. Silicon Saxony wächst damit weiter zum europaweit führenden Standort für die High-Tech-Branche mit dem Schwerpunkt Halbleiterindustrie.

Am 02.09. hatte die Sächsische Union in die Technischen Sammlungen Dresden eingeladen, um im Rahmen der Anpack-Tour über „Chips aus Sachsen – Innovation für Europa“ zu diskutieren. Neben Ministerpräsident Michael Kretschmer und dem sächsischen EU-Abgeordneten Oliver Schenk war Christian Hartmann eingeladen, die Sichtweise des Wahlkreisabgeordneten einzubringen. Denn aus zahlreichen Bürgergesprächen - ob in der Bürgersprechstunde, bei Veranstaltungen im Wahlkreis oder auch bei zufälligen Begegnungen im Alltag - weiß er genau, was die Menschen bewegt.

Denn mit dem Wachstum sind auch Wachstumsschmerzen verbunden. Bei denen, die in der Nähe wohnen. Die Industrie braucht neben Flächen vor allem Wasser und eine zuverlässige Energieversorgung. Es herrscht das Empfinden vor, dass die Menschen vor Ort die Belastungen für andere mittragen müssen. Sie fühlen sich mit ihren Sorgen bezüglich künftiger Verkehrsströme, Luftqualität, Lärm etc. nicht ernst genommen.

Die Chancen sind riesig, die Herausforderungen aber auch. Christian Hartmann fasste seinen Impuls daher mit drei Punkten zusammen:

  • Die Infrastruktur muss parallel zum Wachstum entwickelt werden und nicht erst, wenn Strom, Wasser, Verkehrsflächen und Wohnraum knapp werden. Dabei darf Bürgerbeteiligung kein Ritual sein, das am Ergebnis nichts ändert. Es braucht eine echte und ernsthafte Prüfung von Alternativen vor der Entscheidung.
  • Die Wertschöpfung muss auch bei sächsischen Zulieferern, Forschungseinrichtungen und Start-Ups ankommen, nicht nur bei den großen Fabriken selbst und bei den hochspezialisierten Zuliefererunternehmen.
  • Die gesamte Region um Dresden muss entwickelt werden – Wohnraum, Fachkräfte und Verkehrsanbindung müssen über Dresden hinaus mitgedacht werden – bis nach Radeberg und Moritzburg – sonst wird aus dem Wachstumsstandort ein Nadelöhr.
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